2026ff.
Bauhistorische Analyse und Beratung zum Umgang mit dem Bestand im Rahmen von strategischen Konzepten, Studien und städteplanerischen Dienstleistungen
Stadt Burgdorf BE
Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH
Im Team Atelier CORSO, Zürich; Basler&Hofmann, Zürich; META Landschaftsarchitektur, Basel; HSLU, Luzern; Studio OfM, Luzern
Die Stadt Burgdorf mit ihrem historisch bedeutenden Kern mit Schloss und Unter- und Oberaltstadt, Aussenquartieren in der Gürtelzone und an den Ausfallstrassen sowie Flächenbebauungen im Talboden verfügt über bedeutende ISOS-Gebiete. Daher soll der Umgang mit dem baulichen Bestand und historischen Strukturen vertieft in Konzepte und Studien eingebracht werden. Im Rahmen des interdisziplinären Projektteams liegt unser Fokus auf den bauhistorischen und denkmalpflegerischen Aspekten.
2010–2012
Ortsbildanalyse im Hinblick an Anpassungen in der Bauordnung
Stadtbauamt Aarau
Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker
Nachdem sich zahlreiche Bewohner Aaraus besorgt über die bauliche Entwicklung ihrer Wohnquartiere an den Stadtrat gewandt hatten, sollte die architekturgeschichtliche Analyse Aufschluss über Qualitäten und Schutzwürdigkeit der sogenannten Gartenstadtquartiere in der südlichen Stadthälfte geben. Wesentliche charakteristische Elemente wie die offene Bauweise, der grosse Freiraumanteil und die Garteneinfriedungen wurden Haus für Haus kartiert und in ihrer Entstehungsgeschichte erläutert. Daraufhin wurden entsprechende Anpassungen in der Bauordnung erarbeitet.
2021–2026
Überarbeitung des kantonalen Schutzinventars des Kantons Schwyz; Gemeinden Wollerau, Feusisberg, Freienbach, Einsiedeln und Schwyz sowie kantonale Alpgebäude.
Kantonale Denkmalpflege, Amt für Kultur des Kantons Schwyz
Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH
Mitarbeit: Benno Furrer, Bauernhausforschung, Cham; Thomas Hurschler, Bauuntersuchung, Bern
Das Kantonale Schutzinventar des Kantons Schwyz (KSI) ist das offizielle Verzeichnis der Denkmalpflege, in dem historisch oder künstlerisch wertvolle Bauten, Siedlungen und Gärten erfasst werden. Es dient als behördliches Planungsinstrument, das den langfristigen Erhalt des baukulturellen Erbes sicherstellt und Eigentümern Rechtssicherheit bei Umbauten bietet.
Wir begleiten den Kanton Schwyz seit 2021 bei der Überarbeitung des Kantonalen Schutzinventars und dürfen uns vertieft mit der Baukultur verschiedener Gemeinden befassen. Dabei bewerten und würdigen wir alle KSI-Objekte sowie weitere potenzielle Schutzobjekte bezüglich ihrer historischen, kulturgeschichtlichen, architektur- und kunsthistorischen sowie ortsbaulichen Bedeutung.
2015–2018
Ortsbildanalysen der einzelnen ISOS-Schutzbereiche
Baudepartement Stadt Zug
Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker
Für die Ortsbildschutzzonen der Stadt Zug, die auf der ISOS-Einstufung basieren, sollten Handlungsanweisungen für Fall von Neu- und Umbauten gemacht werden. Detaillierte Ortsbildanalysen führten zu Aussagen über die Qualitäten, Eigenheiten und Erhaltungsziele, um die jeweiligen bereichspezifischen schützenswerten Charakteristika örtlich und textlich festzumachen. Die resultierenden Gestaltungshandbücher ergänzen die Bauordnung der Stadt.
2020
Bauhistorische Analyse, Konzeption und Umsetzung
Gemeinde Eglisau ZH, unterstützt durch den Kanton Zürich
Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH
Zus. mit Alexander Albertini, Tektura Architektur & Kontext, Zürich
Das Städtli Eglisau ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder Schweiz (ISOS) als Ortsbild von nationaler Bedeutung sowie im kantonalen Inventar der überkommunalen Ortsbilder aufgeführt. Mit Hilfe des Farb- und Materialkonzepts wird bei Fassadenrenovationen der Umgang mit der historischen Bausubstanz bezüglich Farben und Materialien sowie der Ablauf des Sanierungsprozesses im Rahmen des Baugesuchs erleichtert. Es schafft in Form von Richtlinien mehr Klarheit für Eigentümer und Baubehörden.
2013–2026
Pilotinventar Frauenfeld 1940–1980, Teilnahme Workshop Postmoderne, Bearbeitung einzelner Bezirke 1960–2000
Amt für Denkmalpflege, Frauenfeld
Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker
Die Thurgauer Denkmalpflege beabsichtigte, das bestehende Hinweisinventar komplett zu überarbeiten und ein auf die Schutzobjekte zielendes Inventar zu schaffen. Gemäss den üblichen wissenschaftlichen Kriterien sollten auch Objekte aus der jüngsten Vergangenheit miteinbezogen werden. In einem Pilotprojekt wurde die Architektur der Nachkriegsmoderne miteinbezogen und in einem Workshop die Postmoderne thematisiert. Schliesslich wurde das neue «Inventar der erhaltenswerten und geschützten Objekte» (IDEGO) geschaffen.
2019–2020
Bauhistorische Analysen als Basis für die Erarbeitung von Gestaltungshandbüchern für die Quartiere Jakobstrasse und Bertastrasse/Poststrasse
Hochbauabteilung der Gemeinde Dietikon
Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH
Zus. mit Johannes Stoffler, SMS Landschaftsarchitektur, Zürich
Auf der Grundlage der bauhistorischen Analysen zu den 1909–1925 planmässig angelegten Gartenstadtsiedlungen Jakobstrasse und Bertastrasse/Poststrasse wurden Gestaltungshandbücher erarbeitet. Diese zeigen verbindliche Vorgaben und Empfehlungen für die bauliche Gestaltung auf, um charakterbildende Elemente und eine hohe städtebauliche Qualität zu sichern.
2021–2025
Bauhistorische Analyse und Beratung zum Umgang mit dem Bestand, Juryexperte
Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule und Gemeinde Zollikon
Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker
Hinsichtlich der baulichen Weiterentwicklung der Spitalanlage Zollikerberg, die Anfang der 1930er erbaut wurde, liefert die bauhistorische Analyse Fakten und Beurteilungen zum generell geschätzten und sorgsam erhaltenen Bestand. Patienten und Pflegepersonal profitieren besonders von der umgebenden Parkanlage. Der bauhistorische Bericht war eine Grundlage für die Entwicklungsplanung, deren Jurierung ebenfalls begleitet wurde.